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Das Übersetzungsvorhaben

Die rechtlichen Grundlagen für die menschlichen Aktivitäten im Weltraum wurden nach dem Start des ersten Satelliten, Sputnik I am 4.10.1957, im Rahmen von nur wenigen Jahren in Form von fünf internationalen Verträgen (Weltraumvertrag (1967), Rettungsabkommen (1968), Haftungsabkommen (1972), Registrierungsabkommen (1975), Mondvertrag (1979)) mittels Konsensus im Weltraumausschuss der Vereinten Nationen gesetzt.

 

Im Laufe der raschen Entwicklung der Technologien, die es ermöglichen, den Weltraum zu erforschen und zu nutzen, wurden nach dem Inkrafttreten der fünf Weltraumverträge auch weitere Rechtsinstrumente in Form von Resolutionen der UN Generalversammlung und unverbindlichen Richtlinien von IADC und UNCOPUOS entwickelt.

Allerdings bleibt der Weltraumvertrag, der vor 50 Jahren in Kraft getreten ist, die umfassende Grundlage und der Prinzipienkatalog für menschliche Tätigkeiten im Weltraum.

Mit dem ersten Band des „Cologne Commentary on Space Law“ (Carl Heymanns, 2009) wurde der Anfang einer dreibändigen Publikation gesetzt. Dabei handelt es sich um eine Gesamtkommentierung des völkerrechtlichen Weltraumrechts, für welche das Institut für Luft- und Weltraumrecht als Mitherausgeber mit Partnern verantwortlich verantwortlich war. In Kooperation und Austausch mit russischen Partnern zur Übersetzung des ersten Projektbandes wurde der Originaltext samt Fußnoten von Band I auf inhaltlichen Aktualisierungsbedarf geprüft und auf den neuesten Stand gebracht. Überall, wo das vom Kontext vorausgesetzt war, wurden Querverweise zu Band II und Band III gemacht und die erörterungsbedürftigen Interpretationsfragen identifiziert.

In ständiger Koordination mit dem Team der Universität zu Köln und dem kooperierenden Übersetzerteam auf russischer Seite wurden die satzreifen Vorlagen für alle Fassungen  erstellt.

In November 2016 wurde in Moskau, Russische Föderation, ein Workshop mit dem Übersetzerteam zur Koordinierung des Übersetzungsvorhabens und Erörterung der Interpretationsfragen.

In 2018 und 2019 wurden auch die Durchführungsvorschriften zum Weltraumvertrag (Rettungsabkommen, Haftungsabkommen, Registrierungsabkommen, Mondvertrag) ins Russische übersetzt, wobei Band II des Kölner Kommentars zu Weltraumrecht aktualisiert wurde.